Ursprünglich hatten wir den Plan, eine "Bessarabien-Tour" zu starten, mit einem günstigen Auto durch Rumänien zu fahren, via Moldawien und dem vergessenen, von keinem Staat der Welt anerkannten (Ausnahme: Russland) Transnistrien nach Odessa an der ukrainischen Schwarzmeerküste zu fahren. Der Plan scheiterte aber an der schwierigen und verhältnismäßig teuren Visabeschaffung für Moldawien. Nachdem man als EU-Bürger ab 2007 kein Visum mehr für Moldawien benötigt, haben wir dieses Vorhaben einfach verschoben.
Georg hatte schon einen Wagen für 150€ besorgt, das Pickerl inklusive viermonatiger Überziehung läuft auch erst am Tag nach unserer geplanten Rückkehr ab, also nichts wie los.
Belegung des Autos: Georg alias "Balkan-Padrone" als Fahrer, Goof als Navigator und Logbuchschreiber am Beifahrersitz und Jörgi mit dem Lonely Planet und dem Proviant am Rücksitz immer auf der Suche nach Wehrkirchen und "Citadelle".

16. Juli 2006 (Tag 1)

Abfahrt in Liebenfels (Tachostand: 312252 km) nach Graz zu Jörgi und weiter über Ungarn bis Felixbad oder Baile Felix. Campingplatz in Felixbad, erste Probleme mit der Mischkulanz aus alten und neuen Lei. Neue Lei gibt es seit Mitte 2005, 10.000 alte Lei entsprechen 1 neuem Leu. Spasshalber bekommt man aber an Bankomaten, in Wechselstuben und sonst auch noch überall alte und neue Lei gemischt. Mititei (rumänische Cevapcici) nix gut. Lag aber vielleicht daran, dass bei einem Straßenhund, der bei uns bettelte, hinten etwas Ähnliches weghing. Heisse Diskussion, ob dies nun ein lädierter Hoden oder einfach nur Dreck ist. Auf der Speisekarte gab es auch "Muschi". Haben wir aber nicht gegessen. Erst im Laufe der nächsten Tage herausgefunden, das dies ein Schnitzel ist. Mit Bier und Alexandrion haben wir uns betrunken gemacht. Aufgrund der fortschreitenden Alkoholisierung, der Sprachbarriere, der exquisiten Geldmischung Probleme beim Bezahlen. Lösung: Einen Pack Scheine hinhalten, der Rumäne nimmt sich seinen Anteil. In den ersten Tagen oft praktiziert, nie beschissen worden, jedenfalls nicht nach unseren nachträglichen Berechnungen. Kaltes windiges Wetter für Juli. Viele fesche Rumänen im achtfärbigen Polyester-Trainingsanzug. Schöne Hotels, Ceausescu-Style.



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Typische Einfahrtsstrasse in irgendeiner Stadt, die Plattenbauten sehen überall ähnlich aus.

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Oradea, Grenzstadt zu Ungarn, auch eine der Dreckigsten auf unserer Tour.

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Kollega mit LKW war doch etwas zu schnell unterwegs.

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Haus eines "Zigeunerhäuptlings", meist gar nicht bewohnt/bewohnbar, sondern nur zum Angeben.


17. Juli (Tag 2)


Weiterfahrt, Essen am Weg, Kaffee in der Universitätsstadt Klausenburg (Cluj-Napoca), Tankstop bei Sibiu 313405km, Viele Unfälle unterwegs. Fahrt nach Ocna Sibiuli, laut unserem rumänischen Kontaktmann Eugen in Kärnten "kann man sagen schönste Salzsee von ganz Europa". In Wirklichkeit ist es ein heruntergekommenes Dorf, keine Unterkunft, dafür viele Zigeuner. Danach weiter nach Sibiu. Lange Suche nach Unterkunft, blöde mittelalterliche Stadt im Dunklen. Beim Fragen nach dem Weg Futlesezeichen aus dem Lonely Planet herausgefallen. 4 Mädels haben sich amüsiert. Goof war es peinlich. Dann super im Hotel Halemadero einquartiert. Hotel ist übertrieben, ein paar Zimmer bei alter Mutti, Gastgarten mit Bergenbier und Schnaps. Trinken in Sibiu.

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Der Balkanpadrone wieder einmal bei einem Ausritt mit dem "Geländewagen" irgendwo auf einem Feldweg in den Südkarpaten.

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Fussgängerzone mit Hindernissen im Zentrum der Kulturhauptstadt 2007, Hermannstadt/Sibiu.

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Keine Cittadella gefunden, dafür einen Haufen Fallen für
angeheiterte Touristen.

18. Juli (Tag 3)


Ruhetag in Sibiu. Gleich guter Start im Gastgarten mit einem Bier. Gegen den Schnaps zum Frühstück wie die zahlreichen Einheimischen gab es Einwände. Dann Spaziergang und noch viele Biere. Kartenkauf für Fagarasgebirge und Suche nach Citadella. Georg beschützt noch 2 kanadische Backpackerinnen im Nebenzimmer vor betrunkener Vermietermutti. Wollte mitten in der Nacht Miete kassieren. Rauschige rumänische Omas und Franko-Kanadierinnen sind anscheinend nicht kompatibel.

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Gastgarten unserer Herberge, noch ohne schnapstrinkende Rumänen.

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Georg, Goof & Jörgi, im Hintergrund der renovierte Teil des Hermannstädter Hauptplatzes...

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....und hier der noch zu renovierende Teil.


19. Juli (Tag 4)

Früh aufgestanden 7 Uhr. Dann Proviantkauf am Markt und Anfahrt zum Lacu Balea über Bergstraße (Transfagaras-Straße) bis auf 2050 m über dem Meer. Noch immer viel Schnee neben der Straße. Gut zum Bier einkühlen. Dann Marsch in Richtung Vf. Negoiu 2535m. Sehr schöne ausgebaute Wanderwege. Sind aber nur kammod gegangen und haben schöne ausgedehnte Pausen gemacht. Für den Abstieg brauchten wir 1,5 Std. Danach Abfahrt von Berg bis zum Stausee Lacul Vidravu wo unser alter Bekannter Bogdan Tudow schaltet und walten sollte. Suche nach Bogdan bei Krafthaus oder so. Securitate-Männer dort konnten uns nicht verstehen. Auch der "Jörgi, du kannst Italienisch, deswegen verstehst die Rumänen auch"-Joker hat nicht geholfen. Dann Frage beim Sensenmann im nächsten Dorf, seine Frau hat uns dann geholfen. Retour zu den Sicherheitsleuten am Kraftwerk. Haben dann über Umwege Nummer rausbekommen. Aber nicht erreicht. Schade. Kriminelle Fahrt zum Campingplatz am Lacu Vidraru, Auspuff hat das nicht überlebt. Dann für 5 € Camping am See, rumänische Campingplatzstimmung mit Dauergrillerei und Turbozigeunertechno aus zahlreichen Dacias.


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Ausserhalb von Sibiu, im Hintergrund die Karpaten.

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Typische Ortsdurchfahrt.

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An der Transfagaras-Passstrasse.

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Blick nach Norden, erinnert uns an Zuhause.

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Blick auf den Lacu Bacul und die Strasse mitsamt rumänischen Schlaglochtunnel.


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Fotosession auf dem Weg zum Negoiu (2535m, zweithöchster Berg Rumäniens).

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Georg schaut aus wie ein verirrter Türsteher, alle anderen Wanderer waren tiptop ausgerüstet und in feinstes Gore-Tex gehüllt.

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Goof.

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Falls das Bergpanorama zu langweilig wird ist die passende Lektüre immer am Mann.

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Allerfeinster Tunnel auf dem Weg zum Campingplatz.

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Campingplatz am Vidraru-Stausee. Abendessen steht schon am Boden bereit: 2 Liter Bergenbier und Alexandrion.

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kommunistischer "Powerranger"am Vidraru-Staudamm.


20. Juli (Tag 5) bis 23. Juli (Tag 8)

Tanken und Ölkauf bei Pitesti (Industriestadt, Daciawerke) bei Km 313714. Fahrt über einzige rumänische Autobahn nach Bukarest (natürlich wie immer mitten durchs Zentrum, nicht über langweilige Umfahrungen) und Constanta. Ankunft in Vama Veche (wörtlich "Alte Grenze") an der bulgarischen Grenze bei Km 314174. Zeltplatz am Strand. Viel Jandarmeria unterwegs und gleich beim Zeltaufbau Bier. 4 Salzburger als Nachbarn. Junge gescheide Studenten, die haben Jörgi in die Zwickmühle getrieben. Salzburger schnell betrunken. In der Metallbar Rumäninnen aufgerissen und im Zelt bearbeitet. Im Zelt bei Tag beschissen heiß. Deswegen Verlegung der Aktivitäten in die "El Commandate Bar". Goof am zweiten Tag nette handliche Bukaresterin kennengelernt. Viele Mädels aus Bukarest kennengelernt und auch Eisberge aus Constanta. Ein Kuss des Eisbergs aus Constanta ist ein größerer Erfolg als eine Nacht mit einer anderen Rumänin. Leute wundern sich über "reiche" Österreicher, die lieber im Zelt am Strand schlafen und nicht in einer besseren Unterkunft. In der Metallbar geile Gestalten und feste Rocker. Georg hat Architektin kennengelernt, die nicht wusste was eine Citadella ist. Unglaublich. Bierstation in der Hauptstrasse 0,4l offenes Bier um 1 Lei =0,34€. Tagesbudget in Vama Veche keine 30 € all inclusive. Auf jeden Fall 4 super Nächte in Vama Veche. Dacia Donau Delte Integrale auf Hochtouren.


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Parlament (Palatul Parlamentului) in Bukarest, das zweitgrösste Gebäude der Welt nach dem Pentagon und Relikt des grössenwahnsinnigen Ceausescu (ebenso wie die Transfagarasstrasse).



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Ausblick auf den grossen Schwarzmeerhafen in Constanta, im Vordergrund Gartenhütten (?).

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Am Tag unser wichtigster Stützpunkt in Vama Veche: die "El Commandante"-Bar.

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Lokalmeile in Vama, immer fest staubig.

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Nach einigen Tagen am Strand sind, zumindest in Sachen Hautfarbe, Ähnlichkeiten zu den Zigeunern erkennbar.

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Lieblingsbeschäftigung: biertrinken.

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Das ist eigentlich schon ganz Vama Veche: ein Strand voller Zelte, lässige Leute, ein paar Lokale...

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...und dahinter beginnt die grosse Leere.



24. Juli (Tag 9)

Abfahrt in Vama Veche, über Constanta entlang der Küste nach Tulcea im Donaudelta und im Lonley Planet Hotelboot ausgekundschaftet. Empfang in Tulcea von Eugen, einem 150 kg Guide der uns gleich Hotel und Boottrip im Delta organisieren wollte. Zunächst skeptisch, hat uns aber gute Preise organisiert. Abend in der Stadt mit rumänischem Wein und Pizza (Kulturbanausen). "Don`t like you girl?"-Damen im Park stehen lassen und Übernachtung im Hotelboot. Proviantkauf am nächsten Morgen und Bootsfahrt, 5 Stunden in den Seitenarmen der Donau. Viele Fischer mit Angel und sehr fischreich. Super Captain und großes Boot für uns alleine. 5 Stunden-Tour um 25 €/Person. Annäherung an der ukrainische Grenze auf knappe 2 Km, Handy war schon im ukrainischen "Kyivstar"-Netz. Diskussionen mit unserem Captain, ob er uns mit seinem Boot auf dem Wasserweg in die Ukraine schmuggeln könnte. Er wollte komischerweise nicht.

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Dacia Donau Delta Integrale

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Altreifenverwertung im Donaudelta.

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Typisches Sonnenblumenfeld.

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Tulcea, am Kai die Hotelboote und Ausflugsdampfer.

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Beim letzten Hochwasser an Land hängengebliebene Schiffe.

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Jause, wie so oft mit der obligaten Flasche Alexandrion.

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Unser Boot in einem ziemlich breiten Fahrwasser.

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Solche Kanäle durchziehen das Delta hunderte Km weit.

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Fischer bei der Arbeit.

25. Juli (Tag 10)

Weitereise am 25. Juli, Dienstag. Mit Donaufähre nach Galati im Dreiländereck Rumänien, Moldawien und Ukraine. Elendige Industiestadt. Mit Mega-Stahlwerk (Mittal Steel). Einkauf in neuem Billa, kleinere Probleme mit Securitymaxe am Eingang, er wollte uns unbedingt ein Einkaufswagerl andrehen, wir wollten aber nicht. Nach gutem Zureden durften wir dann ohne Wagerl ins Geschäft. Viel eingekauft, Probleme mit dem Transport, da kein Wagerl. Dann weiter über Buzau Richtung Brasov (Kronstadt).
Zeitplan etwas durcheinander gekommen, da unserer Strasse irgendwann der Asphalt abhanden gekommen ist. Anstrengendes Fahren im Dunklen (Empfehlung des österreichischen Aussenministeriums: " Autofahren in den Nachtstunden sollte vermieden werden, man muss mit jeder erdenklichen Gefahr, wie etwa unbeleuchteten Pferdefuhrwerken und Radfahren, Tierherden, etc. auf Landstrassen rechnen"). Georg jagt trotzdem einen rumänischen Skoda Oktavia über die Schotterpiste. Diskussion, ob Brasov heute noch erreichbar ist. Beim Anblick einer "Non-Stop-Bar" am Strassenrand spontane Entscheidung: reinsetzen, Bergenbier trinken, Nacht absitzen. Nach 3 Bier sperrt die "Non-Stop-Bar" zu, also rein ins Auto, ein paar Kurven rauf auf die Karpaten. Um Mitternacht elegant mit dem Zelt im Gedachs genächtigt, neben einer Kurve. Jörgi erzählt von Wölfen. Goof hat Angst und mag nicht schlafen.

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Autofähre bei Galati.

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Galati: Ostblock-Industriestadt wie im Bilderbuch

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Die Schlote müssen rauchen.

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Ein paar Km weiter dafür wieder ländliche Idylle, wenn abends das Vieh heimgetrieben wird.

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Tankstopp.

26. Juli (Tag 11)

Weiterfahrt vom Gedachs über Karpaten. Einkehr in Brasov (Kronstadt) und dann weiter nach Sighisoara (Schässburg). Schöne Altstadt mit Citadelle, aber leider in Jugendherberge kein Platz für uns, da am übernächsten Tag irgendein Kulturfestival startet. So mussten wir im Plattenbau für eine ausgezogene Couch mit Platz und Bettzeug für eine Person zu dritt 30 € bezahlen. Vermitterin "Mama Aurelia" ("Papa kaputt") geldgieriges, vermodertes Dreckstück. Georg wollte die Miete nicht abarbeiten, also mussten wir teuer zahlen.

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Friedhof, der Wärter musterte uns ganz misstrauisch...

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Brasov, mit rumänischer Variante des "Hollywood"-Schriftzuges.

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Schässburg, wunderschöner Stadtkern, viel mit deutschen Geldern renoviert.

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Man findet aber auch noch unrenovierte Viertel.

27. Juli (Tag 12)

Kaffeetrinken und Kartenschreiben in Sighisoara aber vor allem Auszug bei der Alten. Daraufhin Besichtigung der alten, deutschen evangelischen Wehrkirchenanlage in Biertan. Danach Weiterreise in Richtung Cluj-Napoca (Klausenburg). In Cluj Suche nach YHA mit Hilfe von Lonley Planet. Von einer Jugendherberge wurden wir in eine Andere geschickt wo wir noch 3 Betten kriegten. Fortgehen in Cluj und Essen. Schöne Studentenstadt. Ein junger Rumäne, herausgeputzt in Anzug und Krawatte, den Georg anredete führte uns zu einer super Kneipe für Einheimische. Nacht in Jugendherberge mit 13 Personen in einem Zimmer. Georgs Nachbarin schnarchte, so bekam sie den Ellbogen ihres Nachbarn zu spüren (fette Amibraut).

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Grösste evangelische Wehrkirche in Biertan.

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Wollte als kleines Kind Pfarrer werden.

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Stressfreie Zone.

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Die kleinen transsylvanischen Dörfer sind generell sauber und gepflegt.

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Toprenovierte Strasse in der Innenstadt von Cluj.

28. Juli (Tag 13)

Abfahrt von Cluj nach Kaffee und mühsamer Bezahlung. Essen am Weg. Über die Berge ist Georg laut Goof wie eine gesengte Sau gefahren. Soweit nichts Neues. Dann Kaffeetrinken in Oradea. An der Grenze zu Ungarn keine Probleme. Bei Überholmanöver kurz nach der Ungarischen Grenze wurden wir von den Ungarischen Greif gestoppt. Der Balkanpadrone hatte endlich erreicht was er wollte. Der eine, besser Gebaute, beschäftigte sich mit dem halbnackten und braungebrannten Georg, der Andere inspizierte währenddessen unseren Boliden und befand fälschlicherweise, dass das Pickerl abgelaufen sei. Dieser Irrtum bestätigte sich aber nicht, denn wir waren ja im Besitz einer nagelneuen grünen Versicherungskarte. So konnten uns die im amerikanischen Stil fungierenden Greif nichts anhaben außer einer 5000 Forint oder 20€ Geldstrafe, welche bei der Post als einzahlbar gilt. Georg handelte nämlich die Hälften runter. Ob dieses verlangte Geld jemals die Behörde erreichen wird bezweifle ich jedoch. Durchreise durch Ungarn nur mit einer Pause zum Essen. Nach dem Essen vor Budapest eigentlich Suche nach einem Quartier, aber Abbruch da schon ziemlich spät und Ungarn ein unsympathisches Land. Die weitere Reise durchs schier endlos scheinende Land der Magyaren verlief ohne besondere Vorkommnisse mit erbärmlichem Gestank nach Focknmist. Beim Grenzübergang von Ungarn nach Österreich (Heiligenkreuz) bangten wir erneut mit unserem Auto. Der, laut ungarischem Grenzer, Traktor (Erinnerung: abgerissener Auspuff am vierten Tag) starb ab und machte beim Anstarten einen Mordswirbel, dennoch winkten uns die Grenzer, auch die Österreicher durch. Ein geiles Gelächter brach in unserer Fahrerkabine aus und irgendwie freuten wir uns, den Boliden uns sicher in die Heimat gebracht zu haben. Jörgi nahm uns dann freundlicherweise bei sich in der Grazer Wohnung nach einem Bier in einer Spelunke auf. Es war ja auch schon 4 Uhr morgens.

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Den rumänischen Fahrern geht öfters im entscheidenden Moment das richtige Augenmaß ab.

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Spontane Freudenbekundung nach dem Überqueren der österreichischen Grenze in Heiligenkreuz.

29. Juli (Tag 14)

Letzter Tag der Reise. Frühstück in Graz und erster Einblick in die Fotogalerie. Danach um ca. 14 Uhr Aufbruch in Graz und Fahrt bis Feistritz/Drau. Jause bei Goof und dann Verabschiedung von Georg und Jörgi.
War eine echt lässige Reise.

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Reiseroute